Robo-Adviser
Versprechen der Automatisierung und ihre Grenzen
Ein Robo-Adviser folgt einem festen Regelwerk: Er legt ein Portfolio an und steuert es anschließend algorithmisch nach. Das Versprechen lautet: günstige, regelbasierte, emotionslose Vermögensverwaltung für breite Anlageziele. Für standardisierte, langfristig ausgerichtete Allokation auf liquiden Märkten ist das ein plausibler Baustein.
Die Grenze beginnt dort, wo die Regelwerke Annahmen treffen, die keine sind: konstante Risikoaversion, stabile Korrelationen, liquide Ausstiege in jeder Marktlage. Automatisierte Verfahren reagieren auf Daten, die sie kennen – nicht auf Ereignisse, die ihr Trainingsfenster überschreiten. Genau das ist der Punkt, an dem redaktionelle Einordnung anfängt, nicht aufhört.
Diese Beiträge nehmen die Verfahren ernst, ohne ihre Darstellung zu übernehmen. Sie trennen das, was ein Algorithmus leistet, von dem, was eine Anlageentscheidung verlangt – und lassen die Differenz stehen, statt sie zuzudecken.